Investitions-Planer: PSA
Persönliche Schutzausrüstung
Gesundheit ist nicht zu ersetzen, daher sollte Sicherheitsausrüstung bereits im eigenen Interesse ein wichtiges Thema sein. Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist nicht alleine eine persönliche Angelegenheit.
Vorschriften und Empfehlungen wie Arbeitsschutzgesetzt, die BGV A1 mit den Grundsätzen der Prävention sowie die BG-Regeln und Hygienevorschriften stehen im Hintergrund. Wo die Bestimmungen es vorschreiben, muss der Arbeitgeber entsprechende Schutzausrüstungen zur Verfügung stellen. Aber auch die Beschäftigten sollten ihre Pflicht nicht vernachlässigen: Sie müssen die Ausrüstung nutzen. Damit die Ausrüstung tatsächlich schützen kann, muss sie passen. Zu große oder zu kleine Ausrüstungen können sogar die Sicherheit gefährden.
Zulassung und richtiger Umgang
Die verschiedenen Elemente der PSA müssen dabei den Normen entsprechen und gekennzeichnet sein. Auskunft zu den Anforderungen geben z. B. die zuständigen Berufsgenossenschaften und die BG-Regeln und – Vorschriften. In einzelnen Branchen (z. B. De-Minimis-Förderung im Güterkraftverkehr) können für die Anschaffung von PSA Fördergelder beantragt werden. Zu den Produkten selbst gehört auch bei der PSA die korrekte Anwendung. Verschiedene Hersteller und auch Bildungsstätten bieten daher auch Schulungen und Trainings hierzu an. Ebenfalls wichtig für die schützende Wirkung ist die richtige Pflege der PSA. Für alle Elemente gilt: rechtzeitig erneuern, denn auch, wenn man es von außen nicht unbedingt sieht, auch Schutzausrüstungen altern und können dann ihre schützende Wirkung verlieren.
Absturzsicherung
Wer in der Höhe arbeitet, kann fallen. Verhindern können die Absturzsicherungen die Unfälle nicht, aber sie können Stürze abfangen und damit schwere Verletzungen zumindest vermindern. Je nach Arbeitseinsatz kommen hier unterschiedliche Systeme zum Einsatz, die genügend Bewegungsfreiraum für die entsprechenden Arbeiten ermöglichen. Sie bestehen aus mehreren Teilen wie einem Auffanggurt, Verbindungselementen und Anschlagpunkten.
Absturz - Rettungssysteme
Ebenso wichtig wie die Absturzsicherung ist die schnelle Rettung des Gestürzten. Bereits 15 bis 20 Min. in der hängenden Position können zu einem lebensbedrohlichen Hängetrauma führen. Selbst wenn der Gestürzte aus dem Hängen befreit ist, bleibt Lebensgefahr und die Betroffenen sollten nicht gleich flach hingelegt werden. Rettungssysteme und dafür ausgebildete Retter gehören daher mit zu einer sicheren Persönlichen Schutzausrüstung. Wie die Absturzsicherungen sind auch die Rettungssysteme unterschiedlich aufgebaut und spezielle Seminare helfen den Rettern sich auf mögliche Situationen und den korrekten Umgang mit den Hilfsmitteln vorzubereiten.
Atemschutz
Dort wo Gase, Dämpfe, Staub etc. bei der Arbeit auftreten, schützt Atemschutz. Dabei wird unterschieden zwischen Halb- und Vollmasken sowie Atemschutzhauben. Auch die eingesetzten Filter werden unterschieden. Für die Nutzung von Atemschutz gibt es weitere Regelungen, wie die Dauer der Nutzung und die gesundheitlichen Voraussetzungen des Anwenders.
Augen- und Gesichtsschutz
Ob Schutzschilde, Schutz-Schirme oder Schutz-Brillen, das Angebot ist den unterschiedlichen Anforderungen entsprechend groß. Für Brillenträger gibt es zudem Korrektionsbrillen, die neben der Schutzwirkung individuell auf die Sehstärke angepasst werden können.
Fußschutz
Bilder zu klassischen Unfällen wie Tritte in rostige Nägel oder ein Stein, der auf die Zehen fällt, hat wohl jeder schon einmal gesehen. Angepasst an die Anforderungen der jeweiligen Arbeit und Umgebung gibt es eine große Auswahl an Sicherheitsschuhen und -Stiefeln. Schuhe mit hohem Schaft bieten größeren Halt als Halbschuhe. Für den Winter gibt es speziell gefütterte Modelle sowie Einziehsocken. Gerade bei Arbeiten mit hohen Kunststoffstiefeln im Wasser sollte die Kälte nicht unterschätzt werden. Orthopädische Sicherheitsschuhe können wie Alltagsschuhe Haltungsschäden vorbeugen.
Gehörschutz
Lärm ist eine ernstzunehmende Belastung und sollte nicht unterschätzt werden. Als Gehörschutz sah man früher oft Gehörschutzkapseln. Daneben gibt es aber weitere Lösungen wie weniger sichtbare Gehörstöpsel mit und ohne Bänder oder Bügel. Aktiver Gehörschutz schirmt Lärm ab und ermöglicht gleichzeitig Kommunikation wie Gespräche.
Handschutz
Scharfe Kanten und chemische Stoffe sind nur einige der Gefährdungen für die Hände. Auch hier gibt es kein universell für alle Anforderungen einsetzbares Modell – der Einsatz und die Gefährdungen entscheiden über die Eignung. Für den Winter sind z. B. auch Schutzhandschuhe mit Thermoeigenschaften im Angebot. Bei technischen Geräten, bei denen die Tasten sehr klein und eng zusammen liegen, ist Arbeiten mit Handschuhen eine Herausforderung. Damit Handzeichen von Einweisern sich deutlich abheben, sind leuchtende Handschuhfarben hilfreich.
Kopfschutz
Auch Schutzhelme sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und sollen unter anderem vor herabfallenden, pendelnden Gegenständen und Anstößen schützen. Gerade bei Arbeiten im Kranbereich gibt es noch einen Vorteil: die hellen Farben, insbesondere mit zusätzlichen reflektierende Streifen, fallen besser ins Auge. Übrigens: Auch Schutzhelme halten sich nicht unbegrenzt, sondern müssen mit der Zeit und vor allem nach einem Unfall ersetzt werden.
Schutz gegen Ertrinken
Bei Arbeiten am und auf dem Wasser bzw. anderen Flüssigkeiten, ist Schutz gegen Ertrinken gefragt. Hier unterscheidet die BGR 201 zwischen Rettungswesten und Schwimmhilfen. Auch hier gibt es je nach Einsatzfeld und Anforderungen unterschiedliche Leistungsklassen.
Warn- und Wetterkleidung
Gesehen zu werden, kann lebenswichtig sein. Warnkleidung kann dabei aus Warnwesten oder Jacken und Hosen bestehen. Wetterkleidung gegen Einflüsse wie Kälte und Nässe gehört ebenfalls zur PSA. Sie kann mit der Warnkleidung kombiniert werden. Eine gute Ausrüstungsmöglichkeit bietet Systemkleidung, die durch einziehbare Innenteile, abtrennbare Ärmel usw. verschiedene Tragemöglichkeiten in einem bietet. Die Kleidung kann mit Firmenlogo versehen werden. Aber aufgepasst: beim Aufbringen sollte das Material der Kleidung nicht beschädigt werden! Ein aufgenähtes Logo hält zwar gut, aber die Wasserundurchlässigkeit kann mit den Nadelstichen verloren gehen.


